Alexander Röstel

Sanssouci im Herbst

15. November 2008

Tunnel

Nichts ist schöner als ein Herbstspaziergang in einem Schlosspark. Eine Auswahl der entstandenen Momentaufnahmen sind hier einzusehen.

Der fliegende Holländer

22. Oktober 2008

Mag es an der Nationalität liegen oder ziehe ich Opern an, die ausgebuht werden? Die Inszenierung von Wagners fliegendem Holländer löste einmal mehr interessante Reaktionen aus. Dabei waren Senta und ihre beiden Buhler gesanglich außerordentlich gut. Auch der Dirigent des Abends zeigte sein Bestes, inklusive schweißnassen Haaren am Ende. Zugegeben: die Übertragung der Handlung in die Finanzwelt wirkt etwas unpassend angesichts von nordischen Seemännern, tosenden Wellen und großen Schiffen, doch im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse rund um die Bankenkrisen wirkt das Geschehen fast visionär. So verkörpert Daland den profitgierigen Banker, dem seine Tochter nicht zu schade ist, sie gegen das Gold eines zweifelhaften Seemanns einzutauschen. Beim momentanen Kurswert einer Feinunze stellt diese Überlegung schließlich eine echte Alternative dar. Edler Held und gleichzeitig Spielverderber ist Erik, der zu maßvollem, vernünftigem Handeln aufruft und echte Gefühle zeigt. Enden tut es, wie sollte es anders sein, dennoch in der Katastrophe, denn Senta bringt sich um, womit der Holländer endlich den Tod findet. Waren es also die Investmentbanker, die pfiffen und buhten?

Eugen Onegin

18. Oktober 2008

Berlin bejubelt in diesen Tagen einen Weltstar: Rolando Villazón singt die Rolle des Lenskij in Tschaikowskis “Eugen Onegin” an der Berliner Staatsoper. In puncto Format stehen ihm seine Kollegen (Anna Samuil als Tatjana, Roman Trekel als Onegin und René Pape als Gremin und Daniel Barenboim am Pult) in nichts nach. Nur die Akte Achim Freyer steht zur Diskussion. Irene Constantin von “Neues Deutschland” titelt treffend: “Das Premierenpublikum feierte einhellig, was es gehört hatte, es bejubelte und verdammte, was zu sehen war”. Ob genial oder verfehlt - darüber darf sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Der Jubel nach dem Schlussakkord des heutigen Abends war zweifelsfrei gehemmt, aber auch parteiergreifend im Sinne von Constantin. Das Gros der Zuschauer konnte das Konzept entweder nicht nachvollziehen und wollte es nicht. Es mag daran liegen, dass die geschminkten Grimassen die Emotionalität grotesk wirken lassen, so dass Villazón mit seiner Inbrunst und Hingabe beinah dagegen anzusingen scheint. Müssen wir darum Freyer verurteilen, weil er uns eine einzigartige Besetzung mit einer ärgerlichen Inszenierung koppelt? Verurteilen wir Tschaikowski, weil er Onegin keine melodiöse Arie nach dem Tod Lenskijs singen lässt? Beschäftigt man sich hingegen mit der Interpretation Achim Freyers, ist die Ambivalenz aus Musik, Bühnenbild, Schauspiel und Ausdruck logisch und so ergeben sich interessante Parallelen mit der Intention des Werks und der Umsetzung der Originalverse in die Musik. Die Frage, die im Raum steht, ist folglich, inwieweit man dem Publikum eine Oper verfremden darf. Dem Publikum der Berliner Staatsoper geht die Freyer-Inszenierung offensichtlich zu weit. Gut, dass wir drei Opernhäuser haben, von denen sich zwei bereits einen Namen mit moderner Regie gemacht haben. Schaden kann es in Zukunft trotzdem nicht, sich mit dem zugrundeliegenden Stoff auseinanderzusetzen; das erleichtert das Verständnis.

Ende in Sicht?

6. Oktober 2008

Tagtäglich warten neue Meldungen über drohende Pleiten, staatliche Rettungspakete und bröckelnde Aktienindizes auf. Vergleiche mit der Großen Depression im Amerika der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts werden herangezogen. Anleger und Sparer bangen um ihre Vorsorge und Einlagen.
Die Frage stellt sich, auf welcher Etappe wir uns befinden: haben wir mit den besagten Rettungsaktionen tatsächlich ein Sicherungspaket geschnürt oder müssen wir letztendlich noch mehrere Male die Bänder kappen und ein größeres Paket wählen? Bisher, so beruhigen bedeutende Wirtschaftsblätter, verhalten sich die Bankkunden erstaunlich rational. Sie verfallen nicht panisch einem Ansturm auf sämtliche Kreditinstitute. Doch was, wenn die kommenden zu veröffentlichenden Quartalsergebnisse ein Loch ins dünne Eis reißen? Kommen wir diesmal mit einem dunkelblauen Auge davon oder krachen wir ins kalte Wasser?
Selbst wenn das Gröbste in absehbarer Zeit überwunden ist, müssen wir uns vor den invasorischen Zukäufen arabischer Milliardäre fürchten oder darben diese selbst wegen des fallenden Ölpreises?
Es ist schon eine Weile her, dass der Preis für einen Barrel Öl nicht von der Gunst der OPEC, politischen Ideen oder der Lage der Urlaubssaison abhängt.
Nachdem ich meine Bankberaterin um Auskunft gebeten habe, wie sicher meine Ersparnisse sind, mache ich mir nun gar keine Sorgen mehr. Wenn der Dow Jones unter 10.000 Punkte rutscht, der DAX auf Talfahrt geht, Banken verschleudert werden und Milliardenbeträge in die klaffenden Liquiditätswunden gedrückt werden, dann sage ich das Zauberwort: Einlagensicherungsfond! Dumm nur, dass es ausgerechnet meine Steuern sind, die in Termingeschäften an aussichtsreiche Banken wie Lehman Brothers weitergereicht und dem krisenerprobten Management von Hypo Real Estate in die Hand gegeben werden.

Maltesischer Falke

9. Juli 2008

Im Frühsommer 2007 hatte ich vier Wochen, um die Schönheit einer kleinen Insel entdecken zu können. Einige Eindrücke können nun eingesehen werden.

Valetta

Reiselust

9. Juli 2008

“Unterwegs” ist nicht nur Name, sondern auch Programm. Zu den Ergebnissen, wenn die Kamera mit dabei war, geht es durch Klick auf das Bild …

TGV und ICE

Beziehungskiste

9. Juli 2008

In der Beziehungskiste befinden sich Paare, die ihren Ursprung in Hamburg und Lübeck haben …

Schifffahrtsromanze

Recuerdos de Madrid

9. Juli 2008

Auf zu einer kleinen fotografischen Reise durch Spaniens Hauptstadt!

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Die altehrwürdige Dame

7. Juli 2008

Zu den neuesten Arbeiten mit Eindrücken Paris geht es hier entlang

Fotografie

Die Geburt einer Homepage

26. Juni 2008

Et voilà, die Welt hat darauf gewartet, hier kommt sie: die wohl zweimilliardenste Internetseite. Womöglich hat sich das in der letzten Nanosekunde schon wieder geändert, aber trotzdem reicht ja die Behauptung. Wer es widerlegen möchte, solle bitte eine verlässliche Quelle zitieren. Auf Anfrage in sämtlichen Suchmaschinen ergibt sich nämlich ein Spektrum an geschätzten Internetseiten beginnend bei 50 Millionen bis hin zu 13 Milliarden Exemplaren. Wie dem auch sei - fortan entsteht hier meine Internetpräsenz, ganz gleich, wieviele es davon wohl schon geben mag. :-)