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	<title>Alexander Röstel, Berlin</title>
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	<description>ALEXANDER RÖSTEL – Textoptimierung, Textkorrektur und Fotografiestudien</description>
	<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 16:10:26 +0000</pubDate>
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		<title>Sardinien</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 16:05:19 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Gerade, wenn es drau&#223;en schneit und gefriert, w&#252;nscht man sich an den Strand und in die Sonne. Als Ersatz gibt es via Klick auf das Foto ein paar Eindr&#252;cke vom Sommer in Sardinien.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade, wenn es drau&#223;en schneit und gefriert, w&#252;nscht man sich an den Strand und in die Sonne. Als Ersatz gibt es via Klick auf das Foto ein paar Eindr&#252;cke vom Sommer in Sardinien.</p>
<p><a href="http://www.alexikon.net/wp-content/gallery/alexikon_net/sardinien/sitzgelegenheit.jpg" title="" class="thickbox" rel="singlepic117" ><img class="ngg-singlepic" src="http://www.alexikon.net/wp-content/plugins/nextgen-gallery/nggshow.php?pid=117&amp;width=333&amp;height=500&amp;mode=" alt="sitzgelegenheit.jpg" title="sitzgelegenheit.jpg" /></a></p>
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		<title>Werther</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 15:51:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Auf jeder noch so zweitklassigen Klassikkollektion darf eine Einspielung nicht fehlen: Die &#8220;Méditation&#8221; aus &#8220;Thaïs&#8221; von Jules Massenet; Inbegriff dessen, das man gemeinhin als Schnulze bezeichnen k&#246;nnte, wenngleich diesem St&#252;ck eine gewisse Sch&#246;nheit wohl nicht abgesprochen werden kann. Massenet gilt als bedeutendster Opernkomponist des ausgehenden 19. Jahrhunderts, was wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf jeder noch so zweitklassigen Klassikkollektion darf eine Einspielung nicht fehlen: Die &#8220;Méditation&#8221; aus &#8220;Thaïs&#8221; von Jules Massenet; Inbegriff dessen, das man gemeinhin als Schnulze bezeichnen k&#246;nnte, wenngleich diesem St&#252;ck eine gewisse Sch&#246;nheit wohl nicht abgesprochen werden kann. Massenet gilt als bedeutendster Opernkomponist des ausgehenden 19. Jahrhunderts, was wohl auch der Tatsache geschuldet ist, dass es dort keine zu gro&#223;e Konkurrenz mehr gab. In einer Kneipe in Wetzlar kam ihm durch die Ber&#252;hrung mit der Goethe-Vorlage die Idee, seinen &#8220;Werther&#8221; zu vertonen. An der Opéra comique in Paris verbrannte man seinerzeit die Noten spontan. Die Inszenierung von J&#252;rgen Rose versprach also viel, zumal sie ganz dem historischen Vorbild folgend, den Rezipienten erneut dazu einlud, Selbstmord zu begehen. Eine traurige Einfallslosigkeit, die auch von franz&#246;sischen Poemen und Wortfetzen, die an s&#228;mtliche Fl&#228;chen gepinselt waren, nicht &#252;bert&#252;ncht werden konnte. Mittelpunkt und H&#246;hepunkt dieses Versagens ist ein &#252;berdimensionierter Stein, auf dem Werther meist zu sitzen gedenkt. Sollte eine Verbindung aus der Traurigkeit der Geschichte (immerhin erschie&#223;t sich Werther, da seine geliebte Charlotte einen anderen heiratet) und der Traurigkeit des B&#252;hnenbildes bezweckt worden sein, dann ist dieser Einfall wiederum genial. Wenigstens konnten Susan Graham und Marcus Haddock, die die Titelrollen sangen, durch famose Leistungen &#252;berzeugen. Besonders Werther erntete verdienten Beifall f&#252;r bewegend vorgetragene Arien, aus denen eine nicht zu &#252;berh&#246;rende Affinit&#228;t f&#252;r italienische Rollen sprach. Das Format &#8220;Bayerische Staatsoper&#8221; bleibt jedoch f&#252;r mich einmal mehr untererf&#252;llt.</p>
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		<title>Martin Stadtfeld</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Dec 2008 15:18:47 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die M&#252;nchner lieben ihren Vorzeigepianisten - nat&#252;rlich nicht unbegr&#252;ndet. Unter den Kl&#228;ngen von Johann Sebastian Bachs Wohltemperierten Klavier bekommt ein zweiter Advent im Prinzregententheater eine ganz besondere Farbe. Martin Stadtfeld, der, wie es sich in seiner Zunft geh&#246;rt, schon fr&#252;h erste Auftritte absolvierte und kurze Zeit darauf an verschiedenen Wettbewerben re&#252;ssierte, verzaubert mit seiner Interpretation. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die M&#252;nchner lieben ihren Vorzeigepianisten - nat&#252;rlich nicht unbegr&#252;ndet. Unter den Kl&#228;ngen von Johann Sebastian Bachs Wohltemperierten Klavier bekommt ein zweiter Advent im Prinzregententheater eine ganz besondere Farbe. Martin Stadtfeld, der, wie es sich in seiner Zunft geh&#246;rt, schon fr&#252;h erste Auftritte absolvierte und kurze Zeit darauf an verschiedenen Wettbewerben re&#252;ssierte, verzaubert mit seiner Interpretation. Man m&#246;chte fast sagen, er l&#228;sst die St&#252;cke schweben. Das ber&#252;hmte Er&#246;ffnungs-C-Dur-Pr&#228;ludium liegt sanft in Daunenfedern eingeh&#252;llt. Gerade mit so minimalem Anschlag, dass es dem Klavier einen Ton entlockt, gleitet er durch die Tonfolgen. Mit &#228;u&#223;erster Pr&#228;zision gelingt es ihm, die schnellen Passagen zu verk&#252;rzen, um die Betonung auf die gef&#252;hlvollen zu legen. Scheinbar m&#252;helos beherrscht er die technisch hoch anspruchsvollen vielstimmigen Fugen. Lautst&#228;rke und Intonation variiert er gekonnt und hebt damit manchmal vor oder &#252;berspringt. Es ist &#8220;sein&#8221; Bach - das sp&#252;rt man aus jeder Note. Wer nach gut zwei Stunden noch nicht &#252;berzeugt war, der wurde mit dem schwindelerregenden Tempo der Prokovjev-Toccata als Zugabe in Staunen versetzt. Durch und durch &#252;berzeugend und so wird es spannend, die Entwicklung des mehrfachen Echo-Preistr&#228;gers zu beobachten.</p>
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		<title>M&#252;nchner U-Bahnen</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 18:45:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[M&#252;nchnener U-Bahnen sind ziemlich seltsam. Egal, welche man betritt: sie sind sauber, haben unzerkratzte Fensterscheiben und die Passagiere r&#252;cken und rutschen freundlich auf, um Platz freizumachen. F&#252;r einen Berliner ist das entweder eine Horrorvision oder ein Science-Fiction. F&#252;r b&#246;sartigen Zynismus h&#228;lt er es, wenn ihn die Menschen auf der linken Seite der Rolltreppe zum Nach-Rechts-Schritt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>M&#252;nchnener U-Bahnen sind ziemlich seltsam. Egal, welche man betritt: sie sind sauber, haben unzerkratzte Fensterscheiben und die Passagiere r&#252;cken und rutschen freundlich auf, um Platz freizumachen. F&#252;r einen Berliner ist das entweder eine Horrorvision oder ein Science-Fiction. F&#252;r b&#246;sartigen Zynismus h&#228;lt er es, wenn ihn die Menschen auf der linken Seite der Rolltreppe zum Nach-Rechts-Schritt auffordern. In M&#252;nchen ist das selbstverst&#228;ndlich. Und wenn es ihm alles zu bunt wird, ist daf&#252;r gesorgt, dass keine Hilfe-Rufe abgesetzt werden k&#246;nnen. Mobilfunknetz gibt es im Untergrund nicht. Gute Fahrt!</p>
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		<title>Tamerlano</title>
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		<pubDate>Wed, 26 Nov 2008 17:51:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man erstmalig den fast heiligen Saal der Bayerischen Staatsoper in M&#252;nchen betritt. Dem Zuschauer offenbart sich ein tadellos gepflegtes Meisterwerk der Baukunst des 19. Jahrhunderts. Doch beim Rezipieren der von Pierre Audi inszenierten Version von H&#228;ndels &#8220;Tamerlano&#8221; vergeht das Erstaunen schnell wieder. Es erwartet ihn eine an Langeweile [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schon ein besonderes Erlebnis, wenn man erstmalig den fast heiligen Saal der Bayerischen Staatsoper in M&#252;nchen betritt. Dem Zuschauer offenbart sich ein tadellos gepflegtes Meisterwerk der Baukunst des 19. Jahrhunderts. Doch beim Rezipieren der von Pierre Audi inszenierten Version von H&#228;ndels &#8220;Tamerlano&#8221; vergeht das Erstaunen schnell wieder. Es erwartet ihn eine an Langeweile und Kreativit&#228;tsleere kaum zu &#252;bertreffende Darstellung der komplizierten Liebesbeziehung zwischen Tamerlano und Andronico zu Asteria. Urspr&#252;nglich f&#252;r Barockb&#252;hnen konzipiert, ist das perspektivische B&#252;hnenbild nicht nur dadurch unpassend, sondern auch durch die &#252;berwiegend vorherrschende Dunkelheit und die entsetztliche dunkelolivgr&#252;ne Farbkomposition. Seinen H&#246;hepunkt findet diese schaurige Zusammenstellung mit herunterziehenden Pappwolken, die aufgrund ihrer Beschaffenheit den Eindruck erwecken, sie stammen aus der Urauff&#252;hrung und symbolisieren die geistige Umnachtung desjenigen, der f&#252;r sie verantwortlich ist. Wer auf Erl&#246;sung beim Hochfahren der besagten gr&#252;nen W&#228;nde hofft, der wird mit dem Blick auf eine &#252;berdimensionale Bretterwand, die ein Tor darstellen soll, entt&#228;uscht. Doch scheint Entt&#228;uschung ja ohnehin das zentrale Motiv dieser Oper zu sein - warum also nicht auch zum direkten Mitf&#252;hlen im Publikum?! Entt&#228;uschung setzte schlie&#223;lich schon ein, als verk&#252;ndet werden musste, dass Davis Daniels nicht die Titelrolle singen w&#252;rde; verst&#228;ndlich, nachdem er die Inszenierung gesehen hat. Doch niemand ahnte, dass dies nur der Anfang einer Serie von Ungereimtheiten werden w&#252;rde. So konnte von den Hauptfiguren einzig Asteria, dargestellt von Sarah Fox, &#252;berzeugen. Und auch der extra aus Frankreich importierte Tamerlano-Ersatz zeigte viel von seinem K&#246;nnen. Der Rest kam bedauerlicherweise kaum &#252;ber die Kraft des Orchesters hinaus, das zu H&#228;ndels Zeiten eh schon reduzierter ist als das modernerer Opern. Was h&#228;tte John Mark Ainsley, (als Bajazet) nur gemacht, h&#228;tte er die Rolle des Kalaf in Puccinis &#8220;Turandot&#8221; singen m&#252;ssen - wom&#246;glich w&#228;re er &#228;hnlich ausdrucksstark gewesen wie eine zweite Violine. Nicht einmal auf den Text konnte man sich diesmal ausweichend konzentrieren. Der war praktischerweise in einer Bl&#228;sse auf die Leinwand projiziert worden, dass der Blick auf selbige konfus machte. Immerhin &#252;berzeugte das barocke Orchester und die vers&#246;hnlich stimmenden Kost&#252;me. F&#252;r das Format &#8220;Bayerische Staatsoper&#8221; war diese Oper jedoch ein absoluter Fehltritt.</p>
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		<title>Jag &#228;lskar Sverige</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Nov 2008 13:38:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[An einem Wochenende, f&#252;r das eine neunundneunzigprozentige Niederschlagswahrscheinlichkeit prognostiziert wurde, machte ich mich auf den Weg nach Stockholm. Welch verregnete Fotos dabei entstanden sind, kann man mit Klick auf das Beispielfoto einsehen.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>An einem Wochenende, f&#252;r das eine neunundneunzigprozentige Niederschlagswahrscheinlichkeit prognostiziert wurde, machte ich mich auf den Weg nach Stockholm. Welch verregnete Fotos dabei entstanden sind, kann man mit Klick auf das Beispielfoto einsehen.</p>
<p><a title="Stockholm" href="http://www.alexikon.net/alexander-roestel/fotograf/stockholm" target="_blank"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.alexikon.net/wp-content/gallery/alexikon_net/stockholm/der-sonne-zum-trotz.jpg" alt="der-sonne-zum-trotz.jpg" /></a></p>
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		<title>Viva Venezia</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 13:07:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[
Historiker, Schriftsteller, Maler, Architekten &#8230; - sie alle schw&#228;rmen vom Zauber Venedigs. Und in der Tat beeindruckt die oberitalienische Stadt an der adriatischen K&#252;ste mit einem Charme, den man gar nicht so leicht fassen kann. Die folgenden Fotos, die im Sp&#228;tsommer entstanden sind, sollen einen Eindruck davon vermitteln.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Rondo Veneziano" href="http://www.alexikon.net/alexander-roestel/fotograf/venedig" target="_blank"><img class="ngg-singlepic ngg-none" src="http://www.alexikon.net/wp-content/gallery/alexikon_net/venedig/nachts-am-bleistiftplatz.jpg" alt="nachts-am-bleistiftplatz.jpg" /></a></p>
<p>Historiker, Schriftsteller, Maler, Architekten &#8230; - sie alle schw&#228;rmen vom Zauber Venedigs. Und in der Tat beeindruckt die oberitalienische Stadt an der adriatischen K&#252;ste mit einem Charme, den man gar nicht so leicht fassen kann. Die folgenden Fotos, die im Sp&#228;tsommer entstanden sind, sollen einen Eindruck davon vermitteln.</p>
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		<title>Così fan tutte</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 12:54:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[So machen es alle - au&#223;er Doris D&#246;rrie, diese l&#228;sst an der Berliner Staatsoper eine der Paradeopern Mozarts im Flowerpower-Gewand neu erstehen und landet damit einen Volltreffer. Getreu dem Motto, Monogamie geh&#246;rt zum Establishment, fokussiert sie ihre Interpretation auf dem Motiv der Sehnsucht und des damit verbundenen Fremdgehens. Dabei entsteht eine an Charme und Witz [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So machen es alle - au&#223;er Doris D&#246;rrie, diese l&#228;sst an der Berliner Staatsoper eine der Paradeopern Mozarts im Flowerpower-Gewand neu erstehen und landet damit einen Volltreffer. Getreu dem Motto, Monogamie geh&#246;rt zum Establishment, fokussiert sie ihre Interpretation auf dem Motiv der Sehnsucht und des damit verbundenen Fremdgehens. Dabei entsteht eine an Charme und Witz sehr reiche Neubearbeitung eines Stoffes, der f&#252;r die meisten bislang mit barocken Kost&#252;men und einem h&#246;fischem Ambiente verbunden war. So richtet sich der Blick auf ein &#252;berdimensioniertes kastenartiges Gebilde, das hereinrollt und sich als ausklappbare Wohnung herausstellt, sogar mit Auto, Garage und Garten. B&#252;hnenbild und Kost&#252;me von Christian Sedelmayer verdienen in diesem Zusammenhang ein besonderes Lob. Die Geschichte ist schnell erz&#228;hlt: Die zwei jungen M&#228;nner Guglielmo (Hanno M&#252;ller-Brachmann) und Ferrando (Jeremy Ovenden) sind sich der Treue ihrer Frauen Dorabella (Katharina Kammerloher) und Fiordiligi (Anna Samuil) derart sicher, dass sie auf Betreiben Don Alfonsos (Roman Trekel) eine Wette eingehen. Innerhalb der n&#228;chsten 24 Stunden sei es demnach v&#246;llig unm&#246;glich, dass die Damen fremdgingen. Durch geschicktes Verwechslungsspiel und unnachgiebigen Charme, Selbstmordversuche und fingierte Erkl&#228;rungen schaffen es die beiden M&#228;nner aber doch, sich der lang andauernden Gegenwehr zu widersetzen und erobern &#252;ber Kreuz die Herzen der Frauen, die schlie&#223;lich sogar die Eheurkunde unterschreiben. M&#246;glich macht dies nicht zuletzt die von Don Alfonso bezahlte Haush&#228;lterin Despina (Adriane Queiroz), die durch Gesang und Schauspiel mehr als &#252;berzeugt. Sie reiht sich ein in eine Riege aus brillianten Arien, vorgetragen vom dynamischen Quartett. Das Res&#252;mé kann nur &#252;beraus positiv ausfallen, &#252;berzeugen doch alle, einschlie&#223;lich Orchester, mit einer bravour&#246;sen Leistung, selbst Senora Queiroz, die sich im Vorfeld entschuldigen lie&#223;, falls sich ihre leichte Erk&#228;ltung auf den Gesang auswirke. Wenn es so alle machen, dann nur zu!</p>
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		<title>Tosca</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 12:18:46 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was f&#252;r Maria Callas die Paraderolle war, f&#252;r zahlreiche Liebhaber ein Juwel ist, und f&#252;r Opernh&#228;user weltweit auch in den kommenden Jahren eine Pflichtinszenierung sein wird, ist f&#252;r den Besucher der Deutschen Staatsoper in Berlin momentan ein Augen- und Ohrenschmaus. Puccinis &#8220;Tosca&#8221;, ein nicht zu komplexes italienisches Musiktheater, nimmt auch heute noch Menschen in ihren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was f&#252;r Maria Callas die Paraderolle war, f&#252;r zahlreiche Liebhaber ein Juwel ist, und f&#252;r Opernh&#228;user weltweit auch in den kommenden Jahren eine Pflichtinszenierung sein wird, ist f&#252;r den Besucher der Deutschen Staatsoper in Berlin momentan ein Augen- und Ohrenschmaus. Puccinis &#8220;Tosca&#8221;, ein nicht zu komplexes italienisches Musiktheater, nimmt auch heute noch Menschen in ihren Bann. Mit einer Mischung aus Eifersucht, Hass, Trauer, Humor und Liebe spielt und singt sich Tosca, dargestellt von Micaela Carosi, in die Herzen der Zuschauer und in das zweier M&#228;nner. Der eine intrigiert, der andere soll vorerst guillotiniert werden. Auch wenn Tosca durch Mord an ersterem das Schicksal abzuwenden versucht, muss sie ihren Cavaradossi tot in den Armen halten und w&#228;hlt schlie&#223;lich den Freitod. Eine gelungene klassische Inszenierung rundet einen angenehmen Opernabend ab.</p>
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		<title>La Bohème</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Nov 2008 12:08:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Anl&#228;sslich des 150. Geburtstags von Giacomo Puccini findet sich diesertage auf jedem gutsortierten Opernspielplan wenigstens eine Inszenierung eines seiner Werke. Die Komische Oper in Berlin zeigt &#8220;La Bohème&#8221;, modern interpretiert. Die Blicke des Zuschauers richten sich auf das so genannte B&#252;hnenbild, das nichts weiter zeigt als herabfallenden Schnee vor dem vollkommen unverh&#252;llten Innenleben der B&#252;hne. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anl&#228;sslich des 150. Geburtstags von Giacomo Puccini findet sich diesertage auf jedem gutsortierten Opernspielplan wenigstens eine Inszenierung eines seiner Werke. Die Komische Oper in Berlin zeigt &#8220;La Bohème&#8221;, modern interpretiert. Die Blicke des Zuschauers richten sich auf das so genannte B&#252;hnenbild, das nichts weiter zeigt als herabfallenden Schnee vor dem vollkommen unverh&#252;llten Innenleben der B&#252;hne. Eine Assoziation mit der bitteren Armut der vier jungen K&#252;nstler, die den letzten Stuhl verheizen wollen f&#252;r ein wenig W&#228;rme, angesichts eines kalten Pariser Winters des ausgehenden 19. Jahrhunderts, liegt nahe. Abgesehen davon wirkt die Inszenierung von Andreas Pomoki oft unnat&#252;rlich und aufgesetzt, begleitet vom m&#228;&#223;igen Schauspiel der Protagonisten. Doch daf&#252;r treten diese, angef&#252;hrt von Mimi (Brigitte Geller) und Rodolphe (Timothy Richards) mit ausdrucksstarkem Gesang in den Vordergrund, untermalt von einem gl&#228;nzend aufgelegten Orchester. Insgesamt entsteht somit ein positiver Eindruck.</p>
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