Fotografie ist die Bezeichnung für alle Verfahren, ein durch Licht erzeugtes reelles Bild auf lichtempfindlichen Schichten (Platte, Film, Papier) mithilfe optischer Systeme (fotografische Apparate) festzuhalten.
Im Alter von vier Jahren hat man mir eine in Fachkreisen “Knipse” genannte, hochkomplexe Kamera mit speziellen, und bis dato unbekannten Funktionen geschenkt. Der Auslöser sei nur als eines von zwei Beispielen angeführt, um zu verdeutlichen, wie ich schon früh mit der Kunst des Einfangens von Bildern betraut war.
In den kommenden Jahren kamen dann sogar noch zahlreiche neuartige Funktionen hinzu. Die wohl wesentlichste ist die, dass man durch Ruinierung von Filmdosenherstellern Ressourcen gewonnen hat, um lichtempfindliche Analogtechnik durch störungsempfindliche Digitaltechnik auszutauschen.
Meine Knipse habe ich inzwischen zu Forschungszwecken abgegeben und benutze seit einiger Zeit eine Canon EOS 400 D. Ich möchte keine Werbung machen, schon gar nicht ungedankt, aber diese Kamera weiß, was ich will und liefert eine Qualität, von der ich begeistert bin.
Fotografie ist mein persönlicher Ausgleich. Anstatt meiner Energie bei wöchentlichen Angelausflügen Betätigung zu verschaffen, fahre und wandere ich durch die Straßen und Grünanlagen, letztere selbstverständlich nur über Fußwege, und mache meine Fotos, die sich hauptsächlich mit Architektur befassen.
Auf Anfrage sind einzelne Fotos auch käuflich zu erwerben. Hauptanliegen ist jedoch, dass hier die Möglichkeit geschaffen wird, meine Arbeiten einem größeren Publikum zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang freue ich mich sehr auf ein persönliches Feedback.
“Jeder kann knipsen. Auch ein Automat. Aber nicht jeder kann beobachten. Fotografieren ist nur insofern Kunst, als sich seiner die Kunst des Beobachtens bedient. Beobachten ist ein elementar dichterischer Vorgang. Auch die Wirklichkeit muss geformt werden, will man sie zum Sprechen bringen.”
(Friedrich Dürrenmatt, 1921-1990, schweizerischer Schriftsteller)

