WirtschaftEnde in Sicht?

Tagtäglich warten neue Meldungen über drohende Pleiten, staatliche Rettungspakete und bröckelnde Aktienindizes auf. Vergleiche mit der Großen Depression im Amerika der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts werden herangezogen. Anleger und Sparer bangen um ihre Vorsorge und Einlagen.
Die Frage stellt sich, auf welcher Etappe wir uns befinden: haben wir mit den besagten Rettungsaktionen tatsächlich ein Sicherungspaket geschnürt oder müssen wir letztendlich noch mehrere Male die Bänder kappen und ein größeres Paket wählen? Bisher, so beruhigen bedeutende Wirtschaftsblätter, verhalten sich die Bankkunden erstaunlich rational. Sie verfallen nicht panisch einem Ansturm auf sämtliche Kreditinstitute. Doch was, wenn die kommenden zu veröffentlichenden Quartalsergebnisse ein Loch ins dünne Eis reißen? Kommen wir diesmal mit einem dunkelblauen Auge davon oder krachen wir ins kalte Wasser?
Selbst wenn das Gröbste in absehbarer Zeit überwunden ist, müssen wir uns vor den invasorischen Zukäufen arabischer Milliardäre fürchten oder darben diese selbst wegen des fallenden Ölpreises?
Es ist schon eine Weile her, dass der Preis für einen Barrel Öl nicht von der Gunst der OPEC, politischen Ideen oder der Lage der Urlaubssaison abhängt.
Nachdem ich meine Bankberaterin um Auskunft gebeten habe, wie sicher meine Ersparnisse sind, mache ich mir nun gar keine Sorgen mehr. Wenn der Dow Jones unter 10.000 Punkte rutscht, der DAX auf Talfahrt geht, Banken verschleudert werden und Milliardenbeträge in die klaffenden Liquiditätswunden gedrückt werden, dann sage ich das Zauberwort: Einlagensicherungsfond! Dumm nur, dass es ausgerechnet meine Steuern sind, die in Termingeschäften an aussichtsreiche Banken wie Lehman Brothers weitergereicht und dem krisenerprobten Management von Hypo Real Estate in die Hand gegeben werden.

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